23. November 2009

Tragfähigkeit

Ein Hosenträger trägt die Hose für seinen Besitzer. Also für den Matz, den Hosenmatz, der noch nicht in sein Kleidungsstück hinein gewachsen ist, das ihm um die dürren Hüften schlackert; oder für das gestandene Mannsbild, dessen Hüften längst zu breit geworden sind, um noch die Hose selbst tragen zu können.

Die holde Weiblichkeit ist von Traghilfen genau so abhängig. So trägt der Over-the-shoulder-bolder-holder fleischliche Attribute, denen die Tragfähigkeit ihrer Besitzerin alleine nicht mehr gewachsen ist. Das gilt übrigens auch für die Tatsachen verschleiernde trägerlose BHs.

Dieses Konzept lässt sich auch übertragen auf die besonders in der jüngeren Vergangenheit so häufig zitierten und bejubelten Leistungsträger. Wenn man es sich genau besieht, tragen Leistungsträger nichts anderes als die Leistung von Dritten. Namentlich die der bescheidenen Arbeitnehmerschaft, deren Leistung als solche nicht (an-) erkannt wird.

Und damit brüsten sie sich gerne, unsere Leistungsträger: Seht her, ich trage Eure Leistung! Ohne mich würdet ihr überhaupt nichts leisten.

Ich versuche -- gedanklich bislang noch immer ergebnislos --, die Analogie zwischen dem trägerlosen BH und dem trägerlosen Leistungsträger heraus zu arbeiten.

20. November 2009

Wikipedia Rushhour

Ich stelle mir gerade vor, wie in diesem Moment eine Armada unbezahlter Schreiberlinge auf der ganzen Welt verzweifelt versucht, substantielle Wikipedia-Artikel in zweihundertsechzig Sprachen zu den Suchbegriffen Herman van Rompuy und Catherine Ashton zu verfassen.

19. November 2009

Blitzkrieg

Da steht diese Karre in der Bucht der Bushaltestelle am Straßenrand, mitten im Feld. Und ich denk noch: So ein Idiot! Fünf Meter weiter ist eine Abzweigung mit legaler Abstellmöglichkeit direkt am Straßenrand. Wenn hier jetzt die Polente vorbeikommt ...

Aber in diesem Moment, gerade als ich an der Bucht vorbeifahre, starrt mich aus der Karre des Idioten auf einmal das Auge des Antichristen an, feurig rot blinzelt es mir zu. Es hat mich erwischt. Oder besser, sie haben mich erwischt. Auf dem Heimweg aus der Fabrik abgeschossen. Zeuge Heckenschütze: PM Oswald.

Ich sacke hinter dem Steuer zusammen, geblendet, tödlich getroffen. Zu spät wirft sich mein Leibwächter schützend über mich, und zu spät leert sein Kollege das ganze Magazin seiner Walther PPK in Richtung des Pferdefüßigen. Unser Wagen ist außer Kontrolle geraten und schlingert von der Straße, holterdipolter über die Wiese, bis er gegen die uralte Eiche kracht und zischend sein Kühlwasser ins Geäst des Baumes entlässt.

Next generation speed camera

Vier Tote mitten in Deutschland: die beiden Bodyguards, die Eiche und ich! -- Und wofür? Für eine Handvoll Dollar. Für zehn müde Euronen. 1,25 pro gerastem km/h.

16. November 2009

Drama im 100-Morgen-Wald

Ferkel muss gehen

Christopher Robin vergoss ein Meer von Tränen an diesem Abend, als Pu und er ins Bett gegangen waren. Er ließ sich auch nicht trösten, als ihm der Bär beruhigend die Tatze auf die Schulter legte und feststellte: Es gab keine andere Lösung.

13. November 2009

Entwarnung

Verantwortungsvolle Unternehmen sagen ihren Besuchern ganz klar, wo es lang geht. Am besten so, dass es auch die internationale Kundschaft versteht:

ALL IMMUN: NO GRIPPE!

Entwarnung im Bordell. (Quelle: DIE ZEIT auf Papier)

 

Zum exzentrischen Manifest Briefmarke bitte nicht vergessen! Exzentrisch syndizieren!

Sein oder nicht sein?

Ich bin der Exzenter.
Und wer sind Sie?

Das haben aber Sie gesagt!

Ich weiß jetzt,...
Ich weiß jetzt, was die vorhaben: So lange hin...
Exzenter - 19. Oktober, 17:18
Wahlbetrug?
Aus der gleichen ZEIT-Ausgabe, Worte der Woche, Steffen...
ub - 15. Oktober, 23:07
Prost Mahlzeit!
Prost Mahlzeit!
pathologe - 4. Oktober, 17:42
Ich weiß nicht....
Ich weiß nicht. Bei dem Englisch glaub ich nicht,...
Exzenter - 3. Oktober, 17:12
In ihrem Lebenslauf steht...
In ihrem Lebenslauf steht wahrscheinlich unter Fremdsprachenkenntnisse:.. .
pathologe - 29. September, 13:39

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